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Bayerische Mutterkuhhalter zu Besuch bei Heseker´s

Die Gruppe im Gespräch

wunderschöne behornte Pinzgauer der Familie Heseker

so brav können Pinzgauer sein

Am 29 April war eine Gruppe des Fleischrinderverbandes Bayern im Rahmen ihrer jährlich stattfindenden Züchterreise zu Besuch auf dem Betrieb von Dr. Alfons und Isabell Heseker. Der Besuch wurde auch in Form eines Beitrages in der Lokalzeitung "Westfälische Nachrichten" veröffentlicht:

 

 

Bayrische Viehzüchter auf Lehrbesuch in Warendorf

Neugierige Kälber und coole Mütter

Von Sebastian Kollhoff

 

„Diese Pinzgauer geben einfach ein ästhetisches Bild und es ist beeindruckend, welche Ruhe die Tiere ausstrahlen, dass wir einfach zwischen den Tieren in der Herde herumlaufen können. So etwas erlebt man selten“, schwärmt Johannes Vogel vom Fachzentrum für Fleischrinderzucht und Mutterkuhhaltung des bayrischen Kreises Schwandorf.

Gemeinsam mit rund 50 interessierten Fleischrinderzüchtern des mittelfränkischen Arbeitskreises für Mutterkuhhaltung führte Vogel die jährlich Lehrfahrt des Arbeitskreises auf den Vohrener Hof von Isabel und Dr. Alfons Heseker. „Wir interessieren uns eigentlich für alles: Die Genetik der Tiere, die Arbeit und Tierhaltung, die Weidehaltung, die Stallungen, und alles, was zur Rinderhaltung dazugehört“, erklärt Vogel weiter. „Die meisten unserer Mitglieder haben selber kleine Betriebe und Landwirte schauen einfach gerne, wie andere arbeiten – das ist für uns wie eine Fortbildung“, erklärt Hans Zill, der seit 1997 die Fahrten des Arbeitskreises auf die Beine stellt.

Auf dem Hof angekommen, erhielten die Teilnehmer zunächst eine ausgiebige Führung über den kleinen Hof und Dr. Alfons Heseker referierte über die Zucht von Pinzgauern, die er mit seiner Frau Isabel seit über 20 Jahren nebenerwerblich betreibt. Sein offenes Ohr für die vielzähligen technischen und praktischen Fragen traf mitten ins Herz der mittelfränkischen Besucher. Bei der anschließenden Begehung der Kuhwiesen kamen die Viehzüchter kaum mehr aus dem Staunen heraus: „Das ist alles andere als selbstverständlich, dass wir hier mit 50 Leuten über die Wiese inmitten der Herde herumlaufen können, die Kälbchen mit uns spielen wollen und die Mutterkühe interessiert auf uns zu kommen“, so Astrid Rosweg vom Fleischrinder Verband Bayern.

Pinzgauer sind eine sehr alte Rinderrasse, die vom Aussterben bedroht ist. Charakteristisch für die Tiere ist ihre kastanienbraune Färbung mit einem weißen Streifen über Rücken und Bauch. „Die Mutterkühe sind sehr fruchtbar und langlebig, aber besonders ihre Gutmütigkeit gegenüber dem Menschen macht die Arbeit mit ihnen zu einer täglichen Freude“, berichtet Dr. Alfons Heseker.

„Es ist ein wunderschöner Hof und zusammen mit dieser kleinen Herde so schöner Kühe in natürlicher Umgebung“, das ist ein Traum und dafür lohnen sich die weiten Ausflüge“, lobt Hans Zill den Besuch. „Wir nehmen sehr gute Eindrücke mit. Diese Rasse züchten nur wenige und einen so detaillierten Einblick bekommt man nur sehr selten“, so Zill weiter.